Kultur braucht Zukunft. Sachsen braucht Kultur.
Am 5. Oktober 2026 wurde es vor der Semperoper laut. Und zwar nicht nur musikalisch.
Theater und Orchester aus ganz Sachsen, Beschäftigte, Künstlerinnen und Künstler, Gewerkschaften, Verbände sowie kulturinteressierte Bürgerinnen und Bürger machten gemeinsam deutlich: Die sächsische Kulturlandschaft steht unter Druck.
Es geht um mehr als einzelne Haushaltszahlen. Es geht um Arbeitsplätze, Planungssicherheit, künstlerische Qualität und die Zukunft von Theatern und Orchestern in Stadt und Land. Es geht um die Frage, ob Kultur dauerhaft auf kurzfristige Rettungspakete und immer neue Einsparungen angewiesen sein soll.
Unter dem Motto „Kultur braucht Zukunft – Sachsen braucht Kultur“ verband die Demonstration politische Redebeiträge mit Musik, künstlerischen Interventionen und einer klaren gemeinsamen Botschaft. Auf dem Programm standen unter anderem Beiträge der Staatskapelle Dresden, der Clara Schumann Philharmonie, des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters, der Landesbühnen Sachsen und weiterer sächsischer Theater und Orchester.
Vier Stimmen verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit:
Staatsministerin Barbara Klepsch (CDU) sprach offen über die schwierige Haushaltslage und betonte zugleich die Notwendigkeit, Kultur in Sachsen langfristig verlässlich aufzustellen. Die geplante Novellierung des Kulturraumgesetzes soll dabei mehr Sicherheit und eine klare Perspektive schaffen.
Dr. Ingolf Huhn (BSW) machte deutlich, dass das Kulturraumgesetz strukturell weiterentwickelt werden muss. Seine zentrale Forderung: eine Dynamisierung der Kulturraummittel, damit steigende Kosten und Tarifentwicklungen nicht Jahr für Jahr zu neuen Verteilungskämpfen führen.
Dr. Claudia Maicher (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) verwies auf die besondere kulturelle Vielfalt Sachsens und die schwierige politische Abwägung im aktuellen Haushaltsverfahren. Zugleich forderte sie, die Kulturförderung insgesamt für die kommenden Jahre auf sichere Beine zu stellen.
Luise Neuhaus-Wartenberg (Die Linke) fand besonders deutliche Worte: Der Wert von Kultur dürfe nicht immer wieder grundsätzlich zur Debatte stehen. Entscheidend müsse vielmehr sein, wie Kultur verlässlich finanziert und für die Zukunft gesichert werden kann.
Die Demonstration hat damit eine Debatte sichtbar gemacht, die weit über einzelne Häuser hinausgeht:
Was ist uns Kultur wert? Und wie wollen wir in Sachsen in Zukunft miteinander leben?
Dazu haben auch die Medien berichtet:
Die Redebeiträge, künstlerischen Aktionen und die starke Beteiligung vor der Semperoper zeigen: Kultur ist kein Luxus. Sie ist Teil der Zukunft Sachsens.